Online-Schulung Altersdepression

für Pflegekräfte und pflegende Angehörige

Depression und Suizidalität bei älteren pflegebedürftigen Menschen sind häufig und führen bei Pflegekräften und pflegenden Angehörigen zu Verunsicherung und emotionaler Belastung. Das Online-Schulungsangebot der Stiftung Deutsche Depressionshilfe reduziert diese Belastung, indem durch Information und praxisnahe Beispiele die Handlungssicherheit erhöht wird. Was sind Zeichen einer depressiven Erkrankung und einer Suizidgefährdung? Wie spreche ich die Pflegebedürftigen, die mir Sorge machen, an? Wer muss wie informiert werden, falls Hilfe nötig ist? Auf diese und andere Fragen gibt die Schulung Antwort.

Mit Klick auf das Video können Sie die Online-Schulung starten. Bitte lesen Sie für eine optimale Darstellung auch die technischen Hinweise:

Technische Hinweise

Sie können die Online-Schulung Altersdepression auf verschiedenen Endgeräten nutzen. Für die optimale Anzeige empfehlen wir Ihnen, die Schulung auf einem PC/Laptop zu bearbeiten. Dabei können Sie von allen gängigen Browsern die aktuellen Versionen nutzen.

Wichtig ist in jedem Fall eine stabile Internetverbindung. Da die Videos der Schulung sehr viel Datenvolumen verbrauchen, empfehlen wir, eine LAN- oder WLAN-Verbindung und keine mobilen Daten zu verwenden. Wenn das Abspielen der Videos stockt oder eine Fehlermeldung angezeigt wird, probieren Sie zunächst, die Seite neu zu laden.

Unabhängig davon, auf welchem Gerät Sie die Online-Schulung bearbeiten: Bitte aktivieren Sie den Vollbildmodus (dazu Klick auf unten rechts unter der Videoanzeige). Halten Sie zudem Ihr Smartphone oder Tablet für eine optimale Anzeige quer (ggf. „Automatisch drehen“ aktivieren). In der vertikalen Ansicht müssen die Aufgaben bei mobilen Endgeräten über einen Button aufgerufen werden und können nicht alle optimal dargestellt werden.

Material zur Online-Schulung

Hier finden Sie Merkblätter mit den wichtigsten Informationen aus der Schulung "auf einen Blick", die Sie gerne ausdrucken können. 

Wissenschaftlich fundiert

In einer durch den Bund geförderten Studie mit ambulanten Pflegekräften wurde die Online-Schulung wissenschaftlich getestet. 96% der Pflegekräfte gaben dabei an, dass sie das Angebot weiterempfehlen würden. Mithilfe der Angaben der Pflegekräfte wurde die Online-Schulung optimiert, um sie noch besser an die Bedingungen der Pflege anzupassen.

Weitere Infos zur Studie finden Sie in Kürze hier.

Depression im Alter oft nicht erkannt

Bei Senioren wird die Depression noch häufiger als bei jüngeren Menschen übersehen. Depressive Symptome wie Hoffnungs- und Freudlosigkeit, Schlafstörungen oder Erschöpfungsgefühl werden oft nicht als Ausdruck einer eigenständigen schweren Erkrankung gesehen, sondern als nachvollziehbare Folge auf die Bitternisse des Alters oder Ausdruck körperlicher Begleiterscheinungen fehlinterpretiert. Zudem kann die Depression durch Sprech- und Denkhemmung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen Ähnlichkeiten mit einer Demenz aufweisen. Wie bei allen schweren Krankheiten sollten Angehörige und Pflegekräfte Sorge tragen, dass der Erkrankte so schnell wie möglich ärztliche Hilfe erhält.

Depressionen sind auch im Alter mit Antidepressiva und Psychotherapie gut behandelbar. Die Behandlung mit Antidepressiva muss allerdings - wegen weiterer altersbedingter Medikation und daraus möglichen Medikamentenwechselwirkungen - abgeklärt werden. Psychotherapie ist auch im Alter eine wirksame Behandlungsform, wird aber älteren Menschen nur selten angeboten.

Weitere Informationen zu Depressionen im Alter finden Sie hier.

Depression und Suizidalität in der Pflege

Fast 90 % der jährlich über 9.000 Suizide und 150.000 Suizidversuche in Deutschland erfolgen vor dem Hintergrund einer oft nicht optimal behandelten psychischen Erkrankung, am häufigsten einer Depression. Deshalb ist eine Aufklärung über die Erkrankung Depression und die Suizidprävention für diese Zielgruppe besonders wichtig. Ambulanten Pflegekräften und pflegenden Angehörigen kommt hier eine große Bedeutung zu, da 80 % der 4,1 Mio. Pflegebedürftigen zu Hause versorgt werden (Quelle: Statistisches Bundesamt), und die Pflegekräfte oft der einzige regelmäßige Ansprechpartner sind.

Die Suizidraten steigen mit dem Alter stark an, insbesondere bei Männern (siehe Grafik). Etwa 35  % aller Suizide werden von Menschen über 65 Jahren verübt.

Quelle: Todesursachenstatistik, Statistisches Bundesamt, www.gbe-bund.de, Zugriff 18.03.2021
Weitere Angebote bei Altersdepression

Auf einen Blick

  • Dauer: 90 Minuten
  • Kostenfrei
  • Ohne Anmeldung
  • Auf PC, Tablet oder Smartphone nutzbar