6. Deutscher Patientenkongress Depression

"Den Betroffenen eine Stimme geben"

Am 04. Juni 2022 veranstalten die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und die Deutsche DepressionsLiga e.V. gemeinsam den 6. Deutschen Patientenkongress Depression für Betroffene und Angehörige. Erstmalig ist der Kongress in 2022 in der Alten Oper in Frankfurt am Main zu Gast!

Moderiert wird der Kongress seit seinen Anfängen von Harald Schmidt, dem Schirmherrn der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Außerdem werden u.a. Cathy Hummels, Walter Kohl und Torsten Sträter, der Schirmherr der Deutschen DepressionsLiga e.V., vor Ort sein, um der leisen Erkrankung ihre starke Stimme zu geben. Die Besucher erwartet ein interessantes ganztägiges Angebot mit Expertenvorträgen, Berichten von Betroffenen und Angehörigen und viel Raum für Austausch und Networking. Eingerahmt durch Musik und Kulturbeiträge zeigt dieser informative und erlebnisreiche Kongresstag Wege aus der Erkrankung auf und macht dadurch Mut!

Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Eindrücke von den bisherigen Patientenkongressen Depression finden Sie hier.

Bildquelle: Alexander Schmidt Punctum
Anmeldung

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Programm

Moderation: Harald Schmidt

Einlass und Registrierung (8.15-9.30 Uhr)

Begrüßung mit Kaffee und kleinem Frühstück

Hauptprogramm (10.00-15.00 Uhr)

Begrüßung & Eröffnung des Kongress

Vortrag: Raus aus der Depression - Die Krankheit besser verstehen und behandeln, Prof. Dr. Ulrich Hegerl

  • Depression ist eine häufige, schwere und eigenständige Erkrankung, die jeden treffen kann. Was sind die Krankheitszeichen, und wie sind sie von Reaktionen auf Partnerschaftskonflikte, Überforderungen, Verlusterlebnissen und anderen belastenden Lebensumständen zu unterscheiden? Was sind die Ursachen und Auslöser? Wie und wie gut ist Depression behandelbar? Was kann man als Betroffener selbst tun? Das sind Fragen, die Prof. Dr. Ulrich Hegerl basierend auf breiter eigener klinischer Erfahrung und dem aktuellen Wissensstand beantwortet.

Gesprächsrunde: Raus aus der Depression - Betroffene berichten, mit Frank Mercier, Jasmin Schreiber, Lars Tönsfeuerborn, Prof. Dr. Ulrich Hegerl

  • Die Wege aus der Depression sind verschieden. In dieser Diskussionsrunde berichten drei Betroffene von ihren Erfahrungen mit der Depression. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, was den Gästen aus der Depression geholfen hat. Für Autorin Jasmin Schreiber war es ein langer Weg, bis sie überhaupt verstand, dass sie an Depression erkrankt ist. Neben Psychotherapie und schließlich auch Medikamenten spielt für sie Bewegung an der frischen Luft eine wichtige Rolle. Dem Podcaster Lars Tönsfeuerborn halfen mehrere Wochen in einer Klinik. Frank Mercier von der DepressionsLiga legt den Schwerpunkt auf seine Erfahrungen mit der Erkrankung am Arbeitsplatz. Was braucht es hier? Prof. Dr. Ulrich Hegerl steuert die wissenschaftliche Expertise und ärztlichen Rat bei.

Aktivierende Pause Soziales Yoga live erleben: „In mir ist wieder Licht und Kraft“ – Entspannung hilft bei Depression, Cornelia Brammen, Vorstand Yoga für alle e.V.

  • Yoga bedeutet Verbindung. In der Depression verlieren wir die Verbindung zu uns selbst und zur Welt. Gemeinsam spüren wir für 5 Minuten, wie sich soziales Yoga anfühlt.

Vortrag: Medikamententherapie - Überblick und Ausblick, Prof. Dr. Andreas Reif

  • Seit der Einführung von Imipramin vor über 60 Jahren stehen gut erforschte und effektive Medikamente zur Behandlung depressiver Erkrankungen zur Verfügung. Deren Weiterentwicklung in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts führte zwar zu besserer Verträglichkeit, nicht jedoch grundsätzlich neuen Substanzen. Dies hat sich in den letzten zehn Jahren geändert, und es stehen jetzt schon Antidepressiva mit ganz neuen Wirkansätzen wie Esketamin oder Brexanolon zur Verfügung. In diesem Vortrag wird der Stand des Wissens präsentiert, aber auch ein Ausblick auf die medikamentöse Depressionsbehandlung in den 2020er Jahren gegeben.

Vortrag: Neues aus der Forschung: Nicht-invasive Hirnstimulation bei Depression, Prof. Dr. Frank Padberg

  • In den letzten Jahren entwickelt sich die Hirnstimulation stetig zu einer vierten Säule in der Therapie depressiver Erkrankungen. Insbesondere die nicht-invasiven Verfahren (z.B. die transkranielle Magnetstimulation – TMS, bzw. die transkranielle Gleichstromstimulation – tDCS) sind mit anderen Therapieformen sehr gut kombinierbar, nebenwirkungsarm und für verschiedene Behandlungssettings geeignet. In dem Beitrag wird der Schwerpunkt einerseits auf spannende aktuelle Entwicklungen der nicht-invasiven Hirnstimulationsverfahren gelegt und andererseits werden Möglichkeiten und Grenzen ihrer Anwendung beleuchtet.

Vortrag: Psychotherapie bei Depression, Dr. Hanna Reich de Paredes

  • Psychotherapie ist eine zentrale Säule in der Behandlung von depressiven Erkrankungen. Dieser Vortrag wird einen Überblick über die verschiedenen Psychotherapieverfahren, einschließlich der nun anerkannten Systemischen Psychotherapie, geben und mögliche Wege in die Behandlung skizzieren. Darüber hinaus werden aktuelle Entwicklungen dargestellt, wie die Durchführung von Psychotherapie per Video, die Unterstützung der Behandlung durch digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), und die Nutzung der eigenen Daten aus Smartphones und so genannten »Wearables« für das Selbstmanagement.

Vortrag: Unterstützende Therapien, Dr. Irina Falkenberg

  • Neben Antidepressiva und Psychotherapie gibt es eine Vielzahl weiterer Behandlungsverfahren und Maßnahmen, die Menschen mit einer Depression zur Verfügung stehen und eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung darstellen. Der Vortrag will einen Überblick darüber geben, welche weiteren unterstützenden Therapiemöglichkeiten es gibt und wie diese zur Verbesserung der Symptomatik, der Alltagsbewältigung und der Lebensqualität beitragen können.
(Mittagspause und Imbiss: 12.20–13.20 Uhr)

Impulsvortrag & Gesprächsrunde: Depression in Kindheit und Jugend inkl. Hilfsangebote und praktischen Tipps, u.a. mit Prof Dr. Dr. Martin Holtmann und Cathy Hummels

  • Die Depression ist eine auch unter Kindern und Jugendlichen verbreitete schwere Erkrankung. Etwa 3 bis 10 % der Jugendlichen bzw. jeder 14. Jugendliche erkrankt an einer Depression. Das macht allein zwei Betroffene in einer Schulklasse. Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann erläutert in seinem Impulsvortrag die wichtigsten Eckdaten zur Erkrankung Depression bei Kindern und Jugendlichen, den Behandlungs- und Hilfsmöglichkeiten und warum das Thema aktuell besonders relevant ist. In einer lebhaften Runde berichtet außerdem Singer-Songwriterin Clara Louise von ihren eigenen Erfahrungen, und Unternehmerin und Moderatorin Cathy Hummels erzählt, wie und warum sie sich für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Gesprächsrunde: ein trialogisches Gespräch: Wie können Freunde und Familie unterstützen? Und was brauchen sie (dafür)?

  • Angehörige, Familie und Freunde können für Betroffene eine große Hilfe sein und entscheidende Unterstützung bieten. Dabei gibt es auf beiden Seiten aber auch Unsicherheiten, Fragen und den Wunsch nach Verständnis für die eigene Situation. In dem trialogischen Gespräch berichten eine Betroffene, eine Angehörige (Geschwisterteil) und ein Experte über ihre Sichtweise und schildern ihre Gefühle, Erfahrungen und Wünsche. Anhand der persönlichen Erlebnisse und mit der Unterstützung des Experten soll für die Besucher herausgearbeitet werden, wie Angehörige Unterstützung leisten können und wie diese mit Selbstfürsorge und persönlichen Grenzen in Einklang gebracht werden.

Gesprächsrunde: Depression und Humor , mit Torsten Sträter (Schirmherr der DepressionsLiga e.V.), Armin Rösl und Harald Schmidt

  • Depression ist nicht zum Lachen – das wissen auch sonst sehr humorvolle Menschen. Aber Humor kann auch helfen, mit Depression umzugehen und den negativen Gefühlen etwas entgegenzusetzen. Was Depression mit Humor macht und wie dieser möglicherweise auch helfen kann in der Auseinandersetzung mit der Erkrankung – darüber tauschen sich Torsten Sträter, Komiker, Autor und Schirmherr der Deutschen DepressionsLiga e. V., Armin Rösl, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen DepressionsLiga und Harald Schmidt, Entertainer, Schauspieler und Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe aus.

Musikbeitrag

Verleihung des 5. Deutschen Medienpreis Depressionshilfe

  • Mit dem »Deutschen Medienpreis Depressionshilfe« werden alle zwei Jahre herausragende Medienbeiträge ausgezeichnet, die einem breiten Publikum anschaulich und sachlich kompetent von Depressionserkrankungen sowie deren Behandlungsmethoden berichten. Eine Fach-Jury unter dem Vorsitz des Stiftungs-Schirmherrn Harald Schmidt hat die Einreichungen bewertet und vergibt zum 5. Mal den dotierten Preis an Journalistinnen und Journalisten.

Nachmittagsprogramm (15.00-18.00 Uhr)

Großer Saal:

"Leben gestalten - sei wie das Wasser", Walter Kohl

"Depressionen bei Kindern und Jugendlichen – ein Roadmovie" – junge Betroffen erzählen ihre Geschichte, Axel Schmidt und Michaela Kirst

  • Ein Filmteam hat eine Gruppe junger Menschen, die an der Erkrankung Depression leiden, einen Sommer lang auf einer gemeinsamen Reise durch Deutschland begleitet. Lernen Sie die Protagonisten des Films kennen, die z.B. davon berichten, wie es ist, als Jugendlicher in psychiatrischer Behandlung zu sein. Das Gespräch mit Vertretern der Deutschen DepressionsLiga e.V. und den Machern des Films, sowie erste exklusive Einblicke in den Film sollen jungen Menschen Mut machen!

Parallel im Albert-Mangelsdorff-Foyer:

LigaLounge – das Kulturprogramm der Deutschen DepressionsLiga e.V. im Albert-Mangelsdorff-Foyer (Platzanzahl begrenzt)

  • Blogger und Bloggerinnen-Talk "Ich blogge, was ich bin: Warum ich meine Depression öffentlich mache"
  • Armin Rösl, stellv. Vorsitzender und Sprecher der DDL, im Gespräch mit Nora Fieling, Eva Jahnen („depridisco“) und Sophie Jones.
    Ein offener Umgang mit Depression ist leider noch nicht selbstverständlich. Viele Betroffene halten die Erkrankung geheim, aus Angst vor Ablehnung oder aus Scham. Offen über Depression zu sprechen, kann aber auch helfen Unterstützung zu erhalten, anderen Menschen Mut zu machen und das gesellschaftliche Tabu abzubauen. Die Bloggerinnen Eva Jahnen, Nora Fieling und Sophie Jones sprechen mit DDL-Vorstandsmitglied und -Sprecher Armin Rösl über ihre Beweggründe, öffentlich über Depression zu sprechen und die Erfahrungen, die sie damit machen.
  • Kunst, die bunt ist und Mut macht
    Die Künstlerin Chris Gust hat für ihre Bilderserie »colours of SOUL of colours« zahlreiche Prominente porträtiert. Darunter Torsten Sträter, den Schirmherrn der Deutschen DepressionsLiga e. V. Er signiert das Porträt live auf der Bühne, das Bild wird zu einem späteren Zeitpunkt zugunsten der DepressionsLiga versteigert.
  • Buchpräsentation, Lesung & Gespräch

    Die Autorin Claudia Gliemann hat in einer psychiatrischen Klinik hospitiert und aus den Eindrücken dieses Klinikaufenthaltes das Buch »Papas Seele hat Schnupfen – ein Muffin für Nele« geschrieben: ein erzählendes Kindersachbuch, in dem es um den Aufenthalt eines Elternteils in einer psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik geht. Anschließend folgt Gespräch mit der Autorin Claudia Gliemann, Waltraud Rinke, Vorsitzende der Deutschen DepressionsLiga, Claudia Schick, AOK und Prof. Dr. Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg am Inn.

  • Konzert: Marie-Luise Gunst

Parallel auf verschiedenen Ebenen:

  • Standstraße mit verschiedenen Ausstellern zum Informieren und Netzwerken

Kongress-Ende gegen ca. 18 Uhr

Kongressgebühren

Kongressgebühren beinhalten Imbiss und Getränke

Kongressgebühr                          40 Euro

Kongressgebühr, Fördertarif*         99 Euro

Kongressgebühr ermäßigt*            25 Euro

* Förderticket: Sie sind von der Idee des Patientenkongresses überzeugt und wollen diesen fördern? Dann wählen Sie den Fördertarif. Wir freuen uns über jede zusätzliche Unterstützung!

* Der ermäßigte Tarif gilt für Geringverdiener nach Selbsteinschätzung; z.B. Studierende, Rentner, Erwerbslose

Flyer und Plakat
Programmheft
Anfahrt
Corona-Bedingungen

Aktueller Stand vom 30. März 2022:

Die hessische Landesregierung hat mitgeteilt, dass ab dem 2. April keinerlei landesspezifische Maßnahmen zur weiteren Bekämpfung der Pandemie ergriffen werden.

Die Alte Oper Frankfurt folgt dieser vom Land Hessen beschlossenen Aufhebung der bisher vorgeschriebenen Maßnahmen. Demzufolge gibt es in der Alten Oper ab dem 3. April keine Zugangsbeschränkungen mehr. Die Abstandsregeln sind ebenso aufgehoben wie die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes.

Die hessische Landesregierung verbindet diese Aufhebung der Maßnahmen mit einem Appell an die Verantwortung eines jeden Einzelnen zu einem weiterhin vorsichtigen und rücksichtsvollen Verhalten. Auch in diesem Punkt schließt sich die Alte Oper der Haltung der Landesregierung an.


Kontakt

Janine Zehner, M.A.
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Goerdelerring 9
04109 Leipzig
E-Mail: patientenkongress@deutsche-depressionshilfe.de


Wir danken den Förderern des 6. Deutschen Patientenkongress

* Der 6. Deutsche Patientenkongress Depression wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 h Sozialgesetzbuch V gefördert durch die BARMER. Gewährleistungs- oder Leistungsansprüche gegenüber den Krankenkassen können daraus nicht erwachsen. Für die Inhalte und Gestaltung ist der Veranstalter verantwortlich.

Veranstalter
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