Cathy-Hummels-Programm zu Depression im Jugendalter

Cathy Hummels ist Moderatorin, Unternehmerin und Buchautorin u.a. zum Thema Depression. Mit 16 Jahren erkrankte sie erstmals an Depression. Sie sagt über diese Zeit:

"Ich war antriebslos, konnte an nichts mehr Freude finden, war traurig und weinte sehr viel. Ohne dass es einen konkreten Grund für diese Traurigkeit gegeben hätte, sie war einfach da, und ich schaffte es nicht, mich ihr zu entziehen."

Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe wurde das "Cathy-Hummels-Programm" aufgesetzt: Ab Herbst 2021 werden Projekte entwickelt, um Jugendliche über Depression aufzuklären.

Mindestens ein:e Schüler:in pro Klasse leidet an Depression

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, unter denen Kinder und Jugendliche leiden. Mindestens 3 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren sind an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt — das sind mindestens ein:e Schüler:in pro Schulklasse. Typische Kernsymptome sind Niedergeschlagenheit, der Verlust von Interesse und Freude sowie ein starkes Erschöpfungsgefühl. Hinzu kommen Schlafstörungen, ein vermindertes Selbstwertgefühl, Konzentrationsstörungen, Schuldgefühle und sozialer Rückzug. Nicht selten berichten Betroffene auch von Gedanken an den Tod. Die Depression geht mit einem hohen Leidensdruck einher und ist auch heute noch eine Erkrankung, die mit vielen Vorurteilen und Unwissen behaftet ist. Betroffene, aber auch ihre Familienmitglieder und Freund:innen zögern deshalb sehr lange, sich Hilfe zu suchen oder über ihre „unsichtbare Erkrankung“ zu sprechen. 

Corona belastet Jugendliche zusätzlich

Die Corona-Pandemie seit März 2020 hat insgesamt einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – das zeigt eine repräsentative Studie (COPSY). Durch Schulschließungen fehlten und fehlen über viele Monate wichtige soziale Kontakte und verfügbare Angebote (z.B. Tagesgruppen), welche die Zielgruppen mit einer Veranlagung zu Depression unterstützen könnten. Die Situation für junge Menschen mit Depression, aber auch für Familien mit depressiven Elternteilen, hat sich verschlechtert. Diejenigen, die mit eigenen Ressourcen die Schwierigkeiten im Leben vor der Pandemie noch bewältigen konnten, stoßen nun an ihre Grenzen.

Cathy Hummels sammelt Spenden für mehr Aufklärung

Deshalb ist es erforderlich und verantwortungsvoll, das Thema Depression direkt im Alltag der Jugendlichen aufzugreifen. Ein offener Umgang mit psychischen Erkrankungen beginnt im Jugendalter. Nur so können Barrieren und Vorurteile abgebaut werden, Betroffene und Angehörige gleichermaßen unterstützt und das Hilfesuchverhalten gefördert werden. Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe werden im "Cathy-Hummels-Programm" Projekte entwickelt, um Jugendliche über Depression aufzuklären. Im September 2021 veranstaltet Cathy Hummels in München eine 'Charity Wiesn Wiesn', auf dem Spenden für das Programm zur Aufklärung und Unterstützung junger Menschen gesammelt werden. 

Projekte im "Cathy-Hummels-Programm"

Je nach Höhe der zur Verfügung stehenden Spenden werden entsprechende Projektideen entwickelt. Als erstes Projekt ist geplant:

Online-Basiskurs: "Mental-Health: Psychische Erkrankungen im Jugendalter“, der z.B. auf Social Media Kanälen sowie im Schulumfeld zum Einsatz kommen kann:

In ca. 5 Online-Lektionen erfahren Schüler:innen mehr über Depression und erhalten Antworten auf die Fragen

  • Wie ist es, mit einer Depression zu leben?
  • Wie kann ich einer:m Freund:in helfen?
  • Wie komme ich aus der Depression wieder raus?

Im Anschluss an den Online-Kurs verfügen die Schüler:innen über Basiswissen zur Erkrankung. Sie wissen, dass eine Depression jeden treffen kann und wo man Hilfe findet. Cathy Hummels wird neben Expert:innen von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe in einem Video für die Jugendlichen ganz offen über ihre Erfahrungen mit der Depressionserkrankung sprechen und so jungen Menschen Mut machen.

Je nach Spendenhöhe sind weitere Projekte wie z.B. eine Projektwoche Depression oder eine Aufklärungskampagne an Schulen angedacht.

Wenn Sie das "Cathy-Hummels-Programm" unterstützen wollen,

freuen wir uns über eine Spende unter Angabe des Verwendungszwecks „Cathy-Hummels-Programm“ an folgende Bankverbindung:

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft AG

Spendenkonto: IBAN: DE73 8602 0500 0003 4742 00

SWIFT / BIC: BFSWDE33LPZ (bei Auslandsüberweisung)

Wir sagen Danke für dieses tolle Engagement und freuen uns, gemeinsam die Aufklärungsarbeit insbesondere für junge Menschen voranzutreiben.