Wie gründet man ein Bündnis?

Wer kann ein Bündnis gründen?

Der Impuls, ein lokales Bündnis gegen Depression zu gründen, kann von ganz unterschiedlichen Institutionen und Personen ausgehen:
Universitätskliniken, Kreis- oder Bezirkskrankenhäuser, private Kliniken, Gesundheitsämter, Sozialpsychiatrische Dienste, Ärztekammern, Berufsverbände, niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, Selbsthilfeeinrichtungen und viele andere, die an der Versorgung und Unterstützung depressiv erkrankter Menschen beteiligt sind.

In den meisten Fällen gilt: Bündnisarbeit erfordert auch viel ehrenamtliches Engagement.
Regionale Bündnisse starten gut und sind aktiv und erfolgreich, wenn die Initiatoren und engagierten Mithelfer gerne zusammenarbeiten und sich jenseits traditioneller Hierarchien gegenseitig schätzen. 

Besonders konstruktiv und vielfältig gestaltet sich die Bündnisarbeit, wenn der Initiatorenkreis von vornherein interdisziplinär gemischt ist. Denn Teil der Grundphilosophie des Bündnisses gegen Depression ist es, zu lernen, die Dinge auch aus der Perspektive des anderen zu sehen. Gelingt es bereits in der frühen Gründungsphase einen Austausch zwischen Ärzten, Psychologen, Seelsorgern, Vertretern der Kommune und aus der Selbsthilfe etc. zu fördern, dann steigen die Chancen, dass die spätere Arbeit zu einer wirklichen Vernetzung der verschiedensten Teilnehmer im Versorgungsbereich führt.

Anfangs geht es im Rahmen des Initiatorenkreises sicherlich ganz zentral um die Frage, was eigentlich Ziele und Bestandteile eines eigenen Bündnisses sein könnten. Grundsätzlich entscheidet jede Region eigenständig, welche Inhalte und Materialien im Rahmen einer eigenen Kampagne umgesetzt werden sollen.

Was sind die wichtigsten Voraussetzungen?

Bevor man sich auf den Weg zu den konkreten Vorbereitungsschritten einer Kampagne begibt, ist es zunächst hilfreich, innerhalb eines kleinen handlungs- und entscheidungsfähigen Kreises die wichtigsten Markierungspunkte abzustecken:

  • Was sind die wichtigsten Anliegen (Aufklärung, Fortbildung, Vernetzung, Selbsthilfe …)? Gibt es bereits konkrete zeitliche Eckdaten (z.B. Kampagnenstart)?
  • Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? (Ohne ehrenamtliches Engagement ist ein Bündnis gegen Depression kaum realisierbar). Wo könnte eventuell finanzielle Unterstützung angefragt werden?
  • Wer soll als Partner für die Kampagne gewonnen werden? Bestehen bereits Kontakte zu Entscheidungsträgern? Wer sollte als Mitstreiter vor Ort gewonnen werden (Verbände, Kirchen, Behörden, Presse, Schulen, Unternehmen, Krankenkassen, Schirmherr etc.)?
  • Wie soll die grundsätzliche Struktur des Bündnisses aussehen? Gründet man einen Verein? Wer fungiert nach außen als primärer Ansprechpartner? Wer trifft Entscheidungen? Versucht man einen Koordinator zu benennen?
Wie startet man ein regionales Bündnis gegen Depression?

Das ist die zentrale Frage der vielen Interessenten, die sich an uns wenden. Tatsächlich ist die Realisierung eines eigenen Bündnisses in mancherlei Hinsicht einfacher als man zunächst denkt. Erste Schritte sind auch mit geringen finanziellen Ressourcen möglich. Viele Materialien, Konzepte und Ideen stehen bereits zur Verfügung, die von den anderen Bündnispartnern übernommen werden können. 

Mit der Zentrale in Leipzig steht außerdem ein Partner im Hintergrund zur Verfügung, der stets bereit ist, bei Einzelschritten konkrete Hilfestellung zu leisten.

Bei Ihrer Kampagnenplanung- und Umsetzung vor Ort unterstützen wir Sie gern!

Kontaktieren Sie uns!