5. Medienpreis 2022

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe schreibt zum fünften Mal den „Deutschen Medienpreis Depressionshilfe“ aus. Damit werden herausragende Medienbeiträge ausgezeichnet, die einem breiten Publikum anschaulich und kompetent von der Erkrankung Depression sowie deren Behandlungsmethoden berichten. Im Fall der Berichterstattung zu Suiziden wird ein besonderes Augenmerk auf eine sachgerechte Form der Darstellung gelegt, um Nachahmungseffekte zu verhindern. Mit dem gestifteten Medienpreis soll zur medialen Auseinandersetzung mit dem Thema Depression angeregt und Journalisten gewürdigt werden, die dieses gesellschaftlich wichtige Thema in sachgerechter Weise einer breiten Öffentlichkeit nahebringen.

Der normalerweise alle zwei Jahre verliehene Preis musste Corona-bedingt von 2021 auf 2022 verschoben werden.

Die Eckdaten des Medienpreises

Höhe der Preisgelder: 5.000 Euro

Wer kann einreichen: Autorinnen und Autoren sowie Redaktionen mit zwischen dem 2. Mai 2019 und dem 28. Februar 2022 in einem deutschsprachigen Medium der Publikumspresse (Print/Online, Radio, Podcast, TV) veröffentlichten journalistischen Beitrag (über alle Mediengattungen hinweg)

Einreichungsfrist: 01. März bis 01. April 2022

Einreichungsgebühr: keine

Preisverleihung: im Rahmen des 6. Deutschen Patientenkongresses Depression am 04. Juni 2022 in der Alten Oper Frankfurt am Main durch den Stiftungs-Schirmherrn und Entertainer Harald Schmidt

Jury: namhafte Persönlichkeiten aus Journalismus und Medizin unter Vorsitz von Harald Schmidt. Folgend werden die diesjährigen Jurymitglieder vorgestellt

Vorstellung der Jury

Harald Schmidt (Jury-Vorsitz)
© Alexander Schmidt Punctum

seit 2008 ist der Entertainer und Schauspieler als Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe tätig. Öffentlichkeitswirksam unterstützt er die Stiftung in Ihrem Ziel, die Situation depressiv Erkrankter zu verbessern. So macht er u.a. mittels Plakate auf die Erkrankung aufmerksam, ist in einem Radio-Spot der Stiftung zu hören und moderiert alle zwei Jahre den Patientenkongress Depression.

Rüdiger Ditz
© privat

Studium Geschichte, Germanistik, VWL in Heidelberg

Volontariat bei der Hamburger Morgenpost

Reporter bei Radio Hamburg

Studioleiter Hamburg bei R.SH

Reporter und Redakteur (Lokales, Politik, Wirtschaft) bei der Hamburger Morgenpost

Redakteur, CvD, stv. CR und CR bei SPIEGEL ONLINE

Geschäftsführender Redakteur beim Spiegel

Mitglied der CR beim RedaktionsNetzwerk Deutschland und Online-Koordinator der MADSACK Mediengruppe.

Headcoach im MADSACK Medien Campus, zuständig für die Aus- und Weiterbildung aller Journalist*innen bei der MADSACK Mediengruppe.

Prof. Dr. Ulrich Hegerl
© Katrin Lorenz

war bis 2019 Direktor und Lehrstuhlinhaber der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig. Er leitete seit 1999 das bundesweite "Kompetenznetz Depression, Suizidalität" und in Nachfolge seit 2008 als Vorstandsvorsitzender die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Darüber hinaus ist Hegerl Vorstandsvorsitzender des Deutschen Bündnisses gegen Depression, Präsident der European Alliance Against Depression und Inhaber der Senckenberg-Professur an der Universität Frankfurt/M.. Seine medizinische Laufbahn begann 1973 mit dem Medizinstudium in Erlangen und Rennes. Seit 1980 bis 1994 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Psychiatrischen und Neurologischen Klinik und Poliklinik der Freien Universität Berlin. Ab 1992 bis 2006 war Hegerl als Oberarzt und ab 1994 als Universitätsprofessor an der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians Universität München tätig.

Uwe Kammann
© Dirk Bauer

arbeitet als Publizist und Medienberater. Von 2005 bis 2014 leitete er als Direktor und Geschäftsführer das Grimme-Institut in Marl. Zuvor war er ab 1984 Chefredakteur des Medienfachdienstes epd medien. Seine journalistische Laufbahn begann er 1976 - nach dem Studium der Germanistik und Romanistik - als Redakteur bei der Rheinischen Post in Düsseldorf. 1978 wechselte er zum Evangelischen Pressedienst und dessen damaliger Publikation epd / Kirche und Rundfunk.
Dem Grimme-Institut war Kammann bereits seit 1980 über kontinuierliche Jury-Arbeit, darunter mehrfach als Vorsitzender, verbunden. Das weitere Spektrum seiner bisherigen Juroren-Tätigkeit reicht vom Deutschen Fernsehpreis über den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, den Deutschen Kamerapreis, den Marler Video-Kunst-Preis und den Robert-Geisendörfer-Preis bis zum Hörspielpreis der Kriegsblinden (Vorsitzender von 1996 bis 2001) und dem Deutschen Hörspielpreis (Vorsitzender 2009 und 2010).
Uwe Kammann Ist Presse- und Buchautor sowie Kommentator und Diskutant im Radio und im Fernsehen. Außerdem ist er regelmäßig Moderator und Referent bei Medienkongressen und -tagungen. Zu seinen Buchveröffentlichungen gehören Organisierte Phantasie (Fink), Die Schirm-Herren (Kiepenheuer & Witsch) und HörWelten (Aufbau). Er ist Mitglied des Beirats der Eikon, zuvor der Filmakademie Baden-Württemberg und der Mainzer Tage der Fernseh-Kritik des ZDF. Zum vieldiskutierten Thema der Glaubwürdigkeit der Medien hat er kürzlich eine Studie vorgelegt.
Auszeichnungen: Deutscher Preis für Medienpublizistik und Hans-Bausch-Mediapreis.

Christel Römer
© Stefan Straube

erhielt vor ca. 20 Jahren die Diagnose „Depression“ und einige Jahre später die Ergänzung „rezidivierend“. Für Christel Römer klang das wie das endgültige Ende von Hoffnung und Glück. Aber es war nicht das Ende. Heute sagt sie: „Es war ein beschwerlicher Weg und jeder Schritt hat sich gelohnt.“
Seit 2009 ist Christel Römer ehrenamtlich beim Leipziger Bündnis gegen Depression tätig und hat dort ihre Sprache und ihre Stimme wiedergefunden, bringt sich seitdem mit Leidenschaft und Kreativität in die Arbeit des Bündnisses ein. In Ihrer ehrenamtlichen Arbeit legt sie großen Wert darauf, den an Depression Erkrankten Hoffnung und Mut zu machen, sich auf den Weg der Genesung zu begeben. Sie setzt sich dafür ein, dass sich die Betroffenen nicht auf ihre Erkrankung reduzieren lassen, sondern sich auf ihre Stärken besinnen und danach leben. Ihr Betätigungsfeld ist dabei vielfältig und reicht von der Mitorganisation öffentlicher Veranstaltungen bis hin zu Informationstagen und medialer Aufklärungsarbeit. Besonders liegt ihr die Beratung „Betroffene für Betroffene“ am Herzen. Für das ehrenamtliche Engagement erhielt Christel Römer 2014 im Rahmen einer Festveranstaltung im Sächsischen Landtag eine Ehrenurkunde. Ihr Fazit: „Ich spüre an vielen dankbaren Reaktionen, dass meine Arbeit im Bündnis gegen Depression und der Selbsthilfe, meine zahlreichen Ideen und Gedanken, die ich einbringe, gebraucht werden und ich damit andere Menschen anstecke und nachhaltig motivieren kann.“

Annett Schlesier
©

studierte Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin und ist seit 1999 bei der Deutschen Bahn AG in Berlin tätig, seit 2011 als Teamleiterin im Bereich Gesundheitsmanagement. Sie verantwortete maßgeblich das bundesweite Programmportfolio „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ für den DB Konzern. Annett Schlesier begleitete den Start der Kooperation zwischen der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Thomas Voigt
©

ist seit 2004 Direktor Wirtschaftspolitik und Kommunikation bei der weltweit tätigen Handels- und Dienstleistungsgruppe Otto Group, Hamburg. Zuvor begleitete er die Wirtschaft lange Jahre als Journalist. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre begann Voigt seine berufliche Laufbahn als Entrepreneur, indem er in München ein Redaktionsbüro und eine Werbeagentur aufbaute. Von 1989 bis 1997 war er Chefredakteur der renommierten Fachzeitschriften für Marketing, Werbung und Medien, Werben & Verkaufen - W&V, München, und HORIZONT, Frankfurt/Main. Ab 1997 bis 2004 betreute er im Verlag Gruner + Jahr, Köln als Chefredakteur das führende Unternehmermagazin Impulse und das junge Wirtschaftsmagazin BIZZ. Der Handels- und Kommunikationsexperte übernahm 2004 die Unternehmenskommunikation der Otto Group und wurde für seine Arbeit 2009 mit dem renommierten Preis „PR-Professional des Jahres“ des PR-Reports ausgezeichnet. Für einen frühen Beitrag über Social Media wurde er von W&V zum „Zeichensetzer des Jahres“ 2009 ernannt.

Weiterführende Links zum Medienpreis


Kontakt

Heike Friedewald und Janine Zehner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Goerdelerring 9
04109 Leipzig
Tel: 0341/ 22 38 74 12
Fax: 0341/22 38 74 99
medienpreis@deutsche-depressionshilfe.de

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