Frühwarnzeichen und Krisenplan
Eine Depression kündigt sich oft über einen längeren Zeitraum durch bestimmte Anzeichen an. Zur Vermeidung eines Rückfalls ist es wichtig, dass Betroffene ihre persönlichen Frühwarnzeichen kennen. So sind sie bei deren Auftreten besser in der Lage, aktiv einem Rückfall entgegenzusteuern.
Häufig genannte Frühwarnzeichen
- Müdigkeit, Erschöpfung, Schlappheit
- Kopfschmerzen
- Körperliches Unwohlsein
- Keine Lust, sich mit Freunden zu treffen, sich zu unterhalten
- Am Wochenende zu Hause bleiben, obwohl man sonst gern ausging
- Verringerte Aktivität
- Weniger, leiser sprechen als zuvor
- Konzentrationsprobleme
- Verlangsamtes Denken
- Schwierigkeiten sich zu erinnern
- Über Probleme grübeln, die zuvor keine waren
- Verringertes Selbstbewusstsein/ Selbstwertgefühl
- Verspannungen
- Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen
- Druck auf der Brust
- Schlechtere/ weniger Leistung im Beruf, Studium, Schule
- Angstgefühle
- Weniger oder mehr Appetit als sonst
- Gedanken daran, wie es wäre, nicht mehr da zu sein
- Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen
- Innere Unruhe, Getrieben sein, Ungeduld
- Reizbarkeit
- Schlafstörungen
- Weniger Lust auf Partner/ Sexualität
Krisenplan
Neben dem Wissen um die persönlichen Frühwarnzeichen ist das Erstellen eines Krisenplans eine weitere Möglichkeit, aktiv zu werden. Mit diesem Plan haben Patientinnen und Patienten bei einer erneut beginnenden Depression konkrete Handlungsanweisungen zur Hand. Ein Krisenplan hilft, eigene Veränderungen, die einen Rückfall oder eine Krise ankündigen können (Frühwarnzeichen) frühzeitig zu erkennen. Zudem beinhaltet er Gegenmaßnahmen, um angemessen zu reagieren und sich bei Bedarf schnell professionelle Hilfe holen zu können.
Im Downloadbereich finden Sie einen Krisenplan. Es bewährt sich, diesen immer dabei zu haben (zum Beispiel im Portemonnaie), um gegebenenfalls die wichtigsten Informationen zur Hand zu haben.