Promotionen und Abschlussarbeiten

Das Forschungszentrum Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Frankfurt am Main vergibt Promotionsarbeiten (Dr. med., Dr. rer. med.) und Masterarbeiten sowie Forschungspraktika zu den Themenbereichen:

Depression, Suizidprävention und E-Mental-Health

Mit Ihrer Forschungsarbeit am Forschungszentrum tragen Sie dazu bei, die Versorgung depressiv erkrankter Menschen zu verbessern und suizidale Handlungen in Deutschland zu reduzieren.

  • Die Promotions- und Masterarbeiten erfolgen in Kooperation mit einem multiprofessionellen Team und sind in das Promotionscurriculum des Forschungszentrums Depression eingebettet.
  • Dieses Curriculum umfasst Workshops und Vorträge zu breiteren Themen akademischen und wissenschaftlichen Arbeitens (u.a. Methodik wissenschaftlichen Arbeitens, Wissenschaftliches Publizieren inclusive Teilnahme am Academic Writing Lab, Präsentationstechnik und Didaktik bei Kongressbeiträgen inclusive Probevorträge).
  • Engagement, Begeisterungsfähigkeit und Interesse an den Themenfeldern Depression und Suizidprävention werden vorausgesetzt.
  • Auf zeitnahe Abschlüsse der Arbeiten wird Wert gelegt, eingehende Bewerbungen werden fortlaufend berücksichtigt, bis die jeweilige Arbeit vergeben ist.
  • Die wissenschaftliche Betreuung der Arbeiten erfolgt durch Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl in Kooperation mit Frau Dr. Reich de Paredes.

Interesse?

Allgemeine Informationen

Promotionsarbeiten für Mediziner/innen (Dr. med.)

Wer sollte sich bewerben?

  • Medizinstudenten/innen (m/w/d) der Goethe-Universität Frankfurt mit einem langfristigen Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten und akademischem Leben. 
  • Erwartet werden überdurchschnittliche Prüfungsabschlüsse, sehr gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, sich in fortgeschrittene statistische Verfahren einzuarbeiten.
  • Die Bereitschaft zu einem Freisemester ist wünschenswert.

Weitere Informationen:

Promotionsarbeiten für Psychologen/innen, Biologen/innen, Sprach- und Kulturwissenschaftler/innen, Kommunikationswissenschaftler/innen, Informatiker/innen und verwandte Fächer (Dr. rer. med.)

Wer sollte sich bewerben?

  • Psycholog/innen, Biologen/innen, Sprach- und Kulturwissenschaftler/Innen, Kommunikationswissenschaftler/innen, Informatiker/innen (m/w/d) und verwandte Fächer (Diplom bzw. Master) mit einem langfristigen Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten und akademischem Leben.
  • Erwartet werden überdurchschnittliche Prüfungsabschlüsse, sehr gute Englischkenntnisse und sehr gute methodische Kenntnisse.
  • Kenntnisse in komplexen statistischen Verfahren (Zeitreihenanalysen, Machine Learning, Bayessche Statistik) sind von Vorteil.

Weitere Informationen:

  • Ein thematischer Schwerpunkt ist die Auswertung von vorliegenden Langzeitmessungen von Biosensor-, Smartphone- und Selbstratingdaten bei depressiv erkrankten Patienten.
  • In begrenztem Umfang besteht die Möglichkeit, die Promotion mit einem Drittmittelvertrag in Teilzeit (50%) für thematisch verwandte Arbeiten zu kombinieren.
  • Für einen Überblick zu den formalen Anforderungen und Rahmenbedingungen siehe: Promotionsordnung des Fachbereichs Medizin der Universität Frankfurt
Masterarbeiten

Wer sollte sich bewerben?

  • Master-Studierende der Fachbereiche Psychologie, Sprach- und Kulturwissenschaften, Neuere Philologien, Informatik und Mathematik mit einem langfristigen Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten und akademischem Leben.
  • Erwartet werden überdurchschnittliche Prüfungsabschlüsse, sehr gute Englischkenntnisse und sehr gute methodische Kenntnisse.
Forschungspraktika
  • Es werden ausschließlich Pflichtpraktika betreut.
  • Bitte reichen Sie mit Ihren Bewerbungsunterlagen entsprechende Nachweise (Auszug aus der Studienordnung, Studienbescheinigung) ein. 

Aktuelle Ausschreibungen

Doktorarbeit (Dr. med.): Schwer erreichbar: Wer lehnt eine leitliniengerechte Behandlung ab?

Art der Ausschreibung: 

Doktorarbeit (Dr. med.) #AC-2021-3

Hintergrund: 

Das „Deutschland-Barometer Depression“ ist eine repräsentative Befragung, mit der seit 2017 jährlich Einstellungen und Wissen zur Depression in der Bevölkerung (18 und 69 Jahren) untersucht wird. Erhoben wird u.a., was Befragte ohne eigene Depressionserfahrungen tun würden, wenn sie selbst an einer Depression erkranken würden. Dabei zeigt sich in einer relevanten Größenordnung die Ablehnung einer leitliniengerechten Behandlung (Pharmakotherapie, Psychotherapie).

Fragestellungen: 

1.) In welchen Bevölkerungsgruppen sind die Vorbehalte einer leitliniengerechten Behandlung wie groß? (Stärke der Ablehnung)

2.) Welchen Umfang haben diese Ablehner? (Größe der ablehnenden Gruppen)

3.) Welche Entwicklungen zeigen sich im Zeitverlauf?

4.) Welche Einstellungen hat diese Zielgruppe zur Depression (und wo liegen Unterschiede zur übrigen Bevölkerung)?

5.) Welche Ansätze für eine kommunikative Strategie lassen sich daraus ableiten?

Datengrundlage: 

Daten des Deutschland-Barometer (17.000 Befragten, 2017-2020) liegen vor.

Forschungspraktikum: Global Mental Health: Implementierung von begleiteten digitalen Interventionen für Depression

Art der Ausschreibung: 

Forschungspraktikum #HR-2021-2

Hintergrund: 

Die Wirksamkeitsnachweise für digitale Interventionen bei depressiven Erkrankungen zeigen, dass ein begleitetes Vorgehen der reinen Selbsthilfe überlegen ist. Die Begleitung erfolgt dabei durch den behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten, wie z.B. bei iFightDepression (internetbasiertes Selbstmanagement-Programm für Menschen mit leichter und mittelschwerer Depression). Digitale Interventionen werden als ein entscheidender Baustein zur Verringerung der globalen Versorgungslücke in Bezug auf psychische Erkrankungen gesehen. Daher stellt sich die Frage, wie die Implementierung gelingen und begleitete digitale Interventionen einer möglichst breiten Gruppe von Betroffenen zugänglich gemacht werden können.

Aufgabenstellungen: 

Ziel des Praktikums ist die Unterstützung bei Literaturrecherche und Projektentwicklung. Folgende Aufgaben sollen bearbeitet werden:

  • Durchführung einer systematischen Literaturrecherche zum Stand der Implementierung digitaler Interventionen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen
  • Unterstützung der Vorbereitung einer cross-nationalen Studie zu Meinungen und Einstellungen gegenüber Faktoren, die für eine Implementierung relevant sind
  • Einarbeitung in Kosteneffizienz-Analysen

Zeitlicher Rahmen: 

Gerne studienbegleitend in Teilzeit (ca. 10 Stunden pro Woche, flexibel absprechbar).