STEADY-Projekt

Lässt sich die Bewältigung von Depressionen durch smartphone-basiertes Selbstmonitoring verbessern? 

Smartphones sind aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Auch die Palette an Wearables, also Bio-Sensoren die in Form von Fitness-Uhren und Aktivitäts-Trackern vorkommen, wächst ständig. Ziel des Projekts „Sensorbasiertes System zur Therapieunterstützung und Management von Depressionen (STEADY)“ war der Aufbau einer digitalen Plattform, die es Patienten erlauben sollte, mit Hilfe ihres Smartphones und Wearables Daten über ihren Krankheitsverlauf zu erheben. Diese wurden um eigene Einschätzungen zu Stimmung und derzeitigem Befinden ergänzt. Patienten mit affektiven Störungen (Depressionen, Manien) sollten so mit geringem Aufwand Bio- und Selbstmonitoring-Daten über längere Zeiträume erheben und für das Management ihrer Erkrankung nutzen können. Dadurch sollten die Patienten in die Lage versetzt werden, Veränderungen ihrer Symptomatik (z.B. beginnende depressive Episoden) genauer als über reine Selbstwahrnehmung zu erkennen. Wenn bei individuellen Patienten bestimmte Muster der Bio-Daten Befindensveränderungen vorausgehen und auf Faktoren hinweisen, die diese verursachen, könnte dies für die Optimierung des Selbstmanagement genutzt werden. Neben den Chancen sollten im Projekt auch die mit einer digitalen Selbstvermessung verbundenen Risiken und Nachteile systematisch erfasst werden. Auch nach Abschluss des eigentlichen STEADY-Projekts begleitet die Stiftung Deutsche Depressionshilfe ihre Projektpartner aus dem IT-Bereich bei der Weiterverfolgung dieses Vorhabens.


Prof. Dr. Ulrich Hegerl (Foto: Stefan Straube)

Kontakt

Prof. Dr. Ulrich Hegerl
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Goerdelerring 9
04109 Leipzig
forschungszentrum@deutsche-depressionshilfe.de

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