STEADY-Studie

Lässt sich die Bewältigung von Depressionen durch smartphone-basiertes Selbstmonitoring verbessern?

Sensorbasiertes System zur Therapieunterstützung und Management von Depressionen (STEADY): Smartphones sind aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Auch die Palette an Wearables, also Bio-Sensoren die in Form von Fitness-Uhren und Aktivitäts-Trackern vorkommen, wächst ständig. Ziel des STEADY-Projektes ist der Aufbau einer digitalen Plattform, die es Patienten erlaubt, mit Hilfe ihres Smartphones und Wearables Daten über ihren Krankheitsverlauf zu erheben. Diese werden um eigene Einschätzungen zu Stimmung und derzeitigem Befinden ergänzt. Patienten mit affektiven Störungen (Depressionen, Manien) können so mit geringem Aufwand Bio- und Selbstmonitoring-Daten über längere Zeiträume erheben und für das Management ihrer Erkrankung nutzen. Ziel ist es, die Patienten genauer als über reine Selbstwahrnehmung auf Veränderungen ihrer Symptomatik (z.B. beginnende depressive Episoden) hinzuweisen. Wenn bestimmte Muster der Bio-Daten Befindensveränderungen vorausgehen und auf Faktoren hinweisen, die diese verursachen, kann dies für die Optimierung des Selbstmanagement genutzt werden. Neben den Chancen sollen im Projekt auch die mit einer digitalen Selbstvermessung verbundenen Risiken und Nachteile systematisch erfasst werden.


Dr. Christian Sander, STEADY-Studie (Foto: Stefan Straube)

Kontakt

Dipl.-Psych. Dr. Christian Sander
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Semmelweisstraße 10
04103 Leipzig
Tel: 0341/97 24 558
Fax: 0341/97 24 539
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