Psychische Gesundheit im
Rettungsdienst

Unsere Zielgruppe

In Deutschland erkrankt statistisch gesehen jeder 5. Bundesbürger:in ein Mal im Leben an einer Depression. Bei Menschen mit entsprechender Veranlagung können psychophysiologische Stressfaktoren die Auslösung einer Depression begünstigen. Diese Faktoren sind bei Beschäftigten im Rettungswesen gegeben.

Bei Männern aller Altersgruppen sind Depressionen häufiger als bisher angenommen, außerdem sind Suizidraten bei Männern dreimal so hoch im Vergleich zu Frauen. Oft werden psychische Erkrankungen bei Männern nicht erkannt und behandelt. Grund dafür ist auch die Angst vor Stigmatisierung, welche durch ein gesellschaftliches Rollenverständnis geprägt ist. In Summe besteht Handlungsbedarf bei der Aufklärung und Versorgung einer mitunter stark geforderten Zielgruppe.

Unser Ziel

RUPERT hat die Implementierung eines Online-Angebots zur Förderung der psychischen Gesundheit von Rettungskräften im medizinischen Bereich zum Ziel. Da der Anteil der männlichen Beschäftigten im Rettungswesen hoch ist  und psychische Gesundheitsthemen bei Männern noch tabuisierter sind, wird es einige Module geben, die sich explizit an Männer richten. Insgesamt wollen wir aber ALLE Geschlechter ansprechen und alle Interessierten zu RUPERT einladen.

Als wirksam erwiesen hat sich die Nutzung „früher Hilfen“ (early interventions), die schon dann greifen, wenn die psychischen Probleme noch Befindlichkeitsstörungen im Sinne von Stress, Burnout und einzelnen depressiven Symptomen sind.

Basierend auf der Plattform Diskussionsforum Depression wurde ein Online-Bereich geschaffen werden, der speziell den Bedarfen des Rettungsdiensts gerecht wird. Mithilfe eines niederschwelligen Angebots, welches anonym nutzbar ist, soll über psychische Belastung aufgeklärt und Angst vor Stigmatisierung abgebaut werden. Wir wollen anregen, noch offener über das Thema psychische Gesundheit zu sprechen und Beschäftigte im Rettungsdienst motivieren, noch mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.

Verschiedene Angebote wurden zu diesem Zweck geschaffen:

  • Website, u.a. mit Informationsangeboten und Erfahrungsberichten
  • Professionelle Weiterbildungen in Form von Webinaren
  • Informations- und Erfahrungsaustausch zu spezifischen Fragestellungen in Experten Gesprächen
  • Online-Diskussionsforum: 24/7 Austausch mit Peers (=erfahrenen Kollegen), anonym und kostenfrei


Auf den Punkt: Je besser Rettungskräfte über das Thema psychische Gesundheit aufgeklärt sind, die Angst vor Stigmatisierung verlieren und darüber ins Gespräch kommen, desto besser können ernsthafte psychische Erkrankungen rechtzeitig verhindert oder entsprechend behandelt werden.

Denn, umso früher Belastungen ärztlich abgeklärt werden und eine leitliniengerechte Behandlung begonnen wird, desto günstiger ist die Krankheitsprognose und desto sicherer lässt sich eine Suizidgefährdung bei einer mitunter stark belasteten Zielgruppe vermeiden.

Projekt und Studie gestartet

Das Projekt ist nun samt Begleitstudie gestartet. Für die Begleitstudie werden noch Rettungskräfte gesucht. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten direkten Zugang zu der Informationsplattform und den Powertools. Auch ohne Teilnahme an der Studie kann bereits jetzt vom Austausch mit anderen Rettungskräften im Diskussionsforum profitiert werden. Unter www.rupert-community.de liegen für Interessierte mehr Informationen zum RUPERT Angebot sowie Fakten zum Thema Psychische Gesundheit im Rettungsdienst bereit. 


Kontakt

Haben Sie Interesse? Wenn Sie mehr zu RUPERT erfahren wollen oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

© privat
© Katrin Lorenz

Anne Blume,
Projektkoordinatorin
Diskussionsforum Depression e.V.
Tel.:  0341-22 38 74 80
anne.blume@diskussionsforum-depression.de

Alena Knabe,
M.Sc. Psychologin// Psychologische
Psychotherapeutin in Ausbildung
Diskussionsforum Depression e.V.
Tel: 0341-22 38 74 24
alena.knabe@diskussionsforum-depression.de

RUPERT (=„foRUm für Psychische gEsundheit im deutschen RetTungsdienst“) ist ein Projekt des Diskussionsforums Depression e.V. in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Gefördert wird dieses Vorhaben und die begleitende Evaluations-
forschung im Verbund mit der University of Canberra durch Movember. Movember ist eine weltweit führende Bewegung zur Unterstützung der Gesundheit von Männern, die sich seit 18 Jahren in 23 Ländern und 1.250 Projekten in den Bereichen psychische Gesundheit & Suizid-
prävention, Prostata- und Hodenkrebs engagiert.

Informationen unter movember.com

Online-Forum Depression