Spendenkonto:
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Konto: 3474200
BLZ: 86020500
IBAN: DE73860205000003474200 SWIFT / BIC: BFSWDE33LPZ
Bank für Sozialwirtschaft

NAKOS

Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen
Wilmersdorfer Straße 39
D-10627 Berlin
Tel.: 030 - 31018960
Fax: 030 - 31018970
selbsthilfe@nakos.de
http://www.nakos.de/  

Informationen:
- NAKOS-Infoblatt
- Selbsthilfe-kontaktstellen
- Selbsthilfegruppen: Reden und Handeln
- Tipps zur Gründung
- Tipps für die Arbeit
- Leitfaden: Starthilfe zum Aufbau 
von Selbsthilfegruppen
- Selbsthilfe-gruppen von Angehörigen: Mittelbar betroffen, selbst handeln
- Adressverzeichnis 
- Selbsthilfe-unterstützung lokal, regional, bundesweit


Selbsthilfe



Depression – Rolle der Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen bieten Menschen, die unter Depressionen leiden, in einem besonderen Maße Hilfe und Unterstützung. Der Austausch mit anderen Betroffenen ist entlastend. Die Menschen erfahren, dass sie mit ihrer Krankheit, die oft in der Gesellschaft tabuisiert wird, nicht allein sind. Betroffene können sich auch ein Stück weit gegenseitig Halt und Unterstützung geben. Darüber hinaus bietet die Selbsthilfegruppe die Chance, gemeinsam aktiv zu sein. Gerade für depressive Menschen, die unter Antriebslosigkeit leiden, ist dies ein Schritt hin zur Überwindung einer depressiven Episode. Selbsthilfegruppen sind auch eine wichtige Informationsbörse und bieten Patienten die Chance, sich besser über ihre Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Es liegt in der Natur der Krankheit, dass Patienten, die sich in der Phase einer schweren Depression befinden, kaum motiviert werden können, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Diese Gruppen sind deshalb vorrangig geeignet für Menschen in der Früh- oder Endphase einer Depression sowie für Patienten, die unter wiederkehrenden Depressionen leiden und sich gerade in einer beschwerdefreien Periode befinden.

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Gründung von Selbsthilfegruppen

Die wichtigsten Hinweise, die Sie bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe beachten sollten, haben wir für Sie zusammengestellt (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von NAKOS - der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.):

Wo kann ich mich über Selbsthilfegruppen informieren? Wo erfahre ich Kontaktadressen? Wer bietet Unterstützung an?
Wenden Sie sich an Ihre örtliche / regionale Selbsthilfekontaktstelle. Ob es eine solche gibt, können Sie im Telefonbuch, in den Adressrubriken von Tageszeitungen nachschauen oder bei der NAKOS erfragen. Selbsthilfekontaktstellen bieten Aufklärung, Orientierung, Information und Hilfe bei der Gruppengründung (z.B. Raumsuche, Öffentlichkeitsarbeit) und Unterstützung bei der Gruppenarbeit (z.B. Fotokopierer, Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch) an. Wenn es keine Selbsthilfekontaktstelle gibt, dann sprechen Sie andere berufliche Helfer/innen / Institutionen an (Beratungsstellen, kommunale Ämter, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände, Ihre Ärztin / Ihren Arzt u.ä.).

Wie finde ich andere für die Gruppe?

  • Über die Selbsthilfekontaktstelle
  • Durch Kleinanzeigen in örtlichen Zeitungen
  • Durch Aushänge in Geschäften, Betrieben, Universitäten, Kliniken, Beratungsstellen, bei Krankenkassen, Ämtern oder Ärztinnen und Ärzten
  • Durch Zusammenarbeit mit Journalisten

Wo soll sich die Selbsthilfegruppe treffen?
Möglichst in einem neutralen Raum, damit jede/r sich gleichermaßen vertraut fühlt. Fragen Sie bei der Selbsthilfekontaktstelle, bei Kirchengemeinden, Volkshochschulen, Gewerkschaften, Krankenkassen, beim Gesundheitsamt u.ä. nach, ob ein Raum zur Verfügung gestellt werden kann.

Wie oft und wie lange sollte sich die Gruppe treffen?
Wichtig sind vor allem regelmäßige Treffen über einen längeren Zeitraum. Es ist sinnvoll, die Anfangs- und Endzeiten der Treffen festzulegen und einzuhalten. Die meisten Gruppen treffen sich einmal pro Woche für 2-3 Stunden.

Wie groß sollte die Selbsthilfegruppe sein?
Eine gute Größe für Selbsthilfegruppen, in deren Zentrum das persönliche Gespräch steht, ist 6-12 Personen.

Braucht die Selbsthilfegruppe eine Leitung?
Selbsthilfegruppen haben keine Leitung von außen. Alle Teilnehmer/innen sind gleichgestellt und helfen sich gegenseitig.

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