Warum verläuft eine Depression manchmal chronisch? Warum schlägt manchmal keine Therapie an? Die Bedingungen von Chronizität und Therapieresistenz sind Gegenstand dieses Teilprojekts. Ob und wie sie mit verschiedenen, auch experimentellen Ansätzen wie z.B. der transkraniellen Magnetstimulation überwunden werden können, das wird untersucht. Eine zentrale Rolle spielt hierbei eine Verlaufsstudie mit depressiven Patienten, zu denen der Kontakt in den beteiligten universitären Zentren und Bezirkskrankenhäusern hergestellt wird. Verschiedene Interventionen werden im Rahmen des Projekts geprüft, wie zum Beispiel die transkranielle Magnetstimulation und psychopharmakologische Ansätze.
Die medikamentöse Behandlung depressiver Patienten wird oft dadurch erschwert, dass der Therapieerfolg (d.h. das Ansprechen auf das eingesetzte Medikament) nicht sofort sichtbar ist, sondern oft erst nach mehreren Wochen beurteilt werden kann. Bei Nichtansprechen geht dadurch wertvolle Zeit verloren.
Ziel dieses Projekts ist es, ein neurobiologisches Untersuchungsverfahren zu entwicklen, um die Wirksamkeit der derzeit verfügbaren, verschiedenartig wirkenden Antidepressiva gezielt vorherzusagen und somit einen rascheren, individuellen Therapieerfolg zu erreichen.
Im Rahmen einer 4-wöchigen Therapiestudie werden neurophysiologische und bildgebende Verfahren eingesetzt, um diejenigen Patienten zu identifizieren, bei denen eine Störung vorwiegend des Serotonin- oder des Noradrenalinsystems vorliegt. Dabei wird untersucht, ob sich diese Patientengruppen im therapeutischen Ansprechen auf verschiedene Antidepressiva unterscheiden.
Projektleiter
| Dr. Oliver Pogarell Psychiatrische Klinik der Universität München Nußbaumstraße 7 80336 München Tel.: 089/5160-3409 Fax: 089/5160-5542 Email: mailto:oliver.pogarell@med.uni-muenchen.de |
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| In Kooperation mit: Prof. Dr. K. Tatsch Nuklearmedizinische Klinik der Universität München Klinikum Grosshadern 81377 München Tel.: 089/7095-4646 |
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| Fr. Dr. C. Norra Psychiatrische Klinik der Universität Aachen |