Ein Subprojekt des Kompetenznetzes „Depression“ hat gezeigt, dass einfache Screening-Fragebögen es den Hausärzten ermöglichen, schneller und gezielter Depressionen zu erkennen. Die Fragebögen können z.B. vom Patient bereits im Wartezimmer ausgefüllt werden und umfassen oft nicht mehr als fünf einfache Fragen. Die Antworten des Patienten lassen gezielte Rückschlüsse auf mögliche psychiatrische Erkrankungen zu.
Zum WHO-5-Fragebogen
Der von Prof. Dr. Ulrich Hegerl entworfene Ablaufplan fasst die Versorgung depressiver Patienten vom Screening bis zur Rezidivprophylaxe schematisch zusammen und kann als Hilfestellung für die Hausarztpraxis dienen.
In internationalen Studien konnte überzeugend gezeigt werden, dass eine leitlinienorientierte Vorgehensweise die Versorgung depressiver Patienten entscheidend verbessern kann. Die Umsetzung von Leitlinien in der Praxis stößt immer noch auf erhebliche Schwierigkeiten. Ziel des Modellprojektes "Umfassendes ambulantes Qualitätsmanagement" des Kompetenznetzes Depression ist, die Akzeptanz durch Beteiligung von Ärzten, Patienten und Angehörigen sowie Leistungsträgern wie Krankenkassen zu erhöhen.
In den Beiträgen dazu werden der gegenwärtige Stand und die zentralen Resultate des multizentrischen Projektes dargestellt (Hrsg.: Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Prof. Dr. Dr. Frank Schneider, Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, Prof. Dr. Mathias Berger):
Versorgungsleitlinien für depressive Störungen in der ambulanten Praxis
Der im Oktober 2005 veröffentlichte Artikel beschreibt das deutsche Aktionsprogramm, das zur Implementierung einer evidenzbasierten, leitlinienorientierten Vorgehensweise gestartet wurde, sowie erste Erfahrungen damit:
Improving quality of care for depression: the German Action Programme for the implementation of evidence-based guidelines
Das von Prof. Dr. Martin Hautzinger und Dr. Eva Kischkel entwickelte "Kurzzeit-Psychotherapeutisches Behandlungskonzept für unterschwellige und leichte depressive Störungen" können Sie hier direkt herunterladen: Therapeuten-Manual und Patienten-Manual. Zum Selbstkostenpreis von 50 € schicken wir Ihnen gerne auch eine Version für den Therapeuten und zehn Patienten-Manuale spiralgebunden zu, senden Sie uns hierfür einfach eine E-Mail.
Therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) ist ein geeignetes Instrument zur Optimierung der Psychopharmakotherapie. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP) stellt eine Konsensus-Leitlinie für das TDM von Psychopharmaka vor. Im Rahmen des Subprojektes 3.8 des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität wurde das TDM von Antidepressiva untersucht.
Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie. Konsensus-Leitlinie der AGNP
Für Ärzte und Psychotherapeuten hat das "Bündnis gegen Depression" ein Informationsvideo produziert.
Institutionen und Praxen können das Video zum Preis von € 40,- bestellen. Im Bezugspreis enthalten ist das Recht der Verwendung für Gruppenarbeit mit Patienten.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Bündnis-Zentrale in Leipzig: E-Mail-Kontakt
Die Fortbildungs-Medien-Akademie Psychiatrie und Psychotherapie (F-M-A) hat in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München und Prof. Dr. Ulrich Hegerl, dem Sprecher des Kompetenznetzes Depression, die interaktive Fortbildungs DVD-ROM "Unipolare Depressionen" herausgebracht. Ärzte und approbierte Therapeuten können bei erfolgreicher Bearbeitung 8 CME-Punkte sammeln und dabei über Videozuspieler mit Expertenstatements und Patientenvorstellungen sowie mit ausführlichen Arbeitsmaterialien eine innovative Weiter- und Fortbildung am PC durchführen.
Zu beziehen ist die DVD-ROM zum Preis von € 147,- (zzgl. € 3,- Versandkosten) über E-Mail
Unter http://www.fma-psychiatrie.de/ gibt es Informationen zum DVD-ROM-Angebot der F-M-A mit weiteren Themen aus Psychiatrie und Psychotherapie.
Wer sich als von Depression betroffene(r) Psychiaterin oder Psychiater mit anderen betroffenen Kollegen austauschen möchte, kann sich bei Michael Freudenberg, Oberarzt an der Fachklinik Neustadt in Holstein melden: E-Mail-Kontakt