Häufigkeit

Depressionen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Insgesamt erkranken in Deutschland ca. 5,3 Mio. Menschen im Laufe eines Jahres an einer behandlungsbedürftigen, unipolaren Depression.

Das Risiko, als Erwachsener irgendwann im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt nach neueren Studien für Frauen bei 21 bis 23 % und für Männer bei 11 bis 13 %. Das heißt, etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann ist im Laufe des Lebens von einer Depression betroffen. Frauen erkranken also zwei– bis dreimal so häufig an einer Depression wie Männer.

Geschlechtsspezifische Unterschiede in den Symptomen

Hinsichtlich der Krankheitszeichen sind Depressionen bei Frauen und Männern recht ähnlich. Frauen berichten jedoch generell von mehr Symptomen, sie fühlen sich stärker belastet und weinen mehr. Männer hingegen sind etwas häufiger von Schlaflosigkeit betroffen und reagieren manchmal mit höherer Gereiztheit.

Foto Schirme, Fotowettbewerb Stiftung Deutsche Depressionshilfe
„Farbenfrohe Lichtblicke“, Manuela Illner (Fotowettbewerb 2013)

Da sich in der Depression die Sorgen an den jeweilig vorhandenen Lebensproblemen festmachen, werden Frauen im Vergleich zu Männern vielleicht im Schnitt etwas häufiger familiäre oder gesundheitliche Probleme als Ursache ihrer Depression vermuten. Männer dagegen geben eher berufliche Probleme als Grund ihrer Depression an. Jedoch ist hier in aller Regel das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren ursächlich.